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Wir empfehlen: | |||||||||||||
Zum Quellenwert des Gallien-Exkurses muß grundsätzlich festgestellt
werden, daß wohl nicht alle Aussagen aus Caesars eigener Erfahrung stammen.
Klotz und Ellis sind sich einig, daß wohl Poseidonios Geschichtswerk als
Quelle diente: “Es wird allgemein anerkannt, daß die Ausführungen
Caesars aus Poseidonios’ Geschichtswerk stammt.”. “Vieles
spricht dafür, daß Poseidonios’ Werk über die Kelten Galliens
vier antiken Autoren als Quelle diente: ... Gaius Iulius Caesar ...”
Es ist insbesondere zu bezweifeln, daß Caesar die genauen Angaben über
die Ausbildung der Druiden aus eigener Erfahrung machen konnte, da der Kontakt
vermutlich hauptsächlich zwischen ihm und den Rittern stattfand. Jedoch
gerade die Tatsache, daß diese und ähnliche Schilderungen sowohl
vorher als auch später immer wieder von verschiedenen Autoren überliefert
wurden, läßt diese als relativ gesichert erscheinen. Caesars Angaben
über den Glauben an die eigene Unsterblichkeit findet sich so ebenfalls
bei Lukan, bei Diodorus und bei Strabo. Ebenso findet man Angaben über
die Druiden auch bei letzteren beiden, wobei diese jedoch den Stand der Druiden
in drei Stände aufteilen, nämlich in Vates, Barden und Druiden. Keltische
Quellen bestätigen hier jedoch Caesar. Als letztes Beispiel soll noch das
von Caesar dargestellte Verbot des Schreibens genannt werden, Ellis sagt dazu:
“Die Lehre besagt, daß Wahrhaftigkeit und das Wort gleichbedeutend
waren, und daß das Wort göttlich und heilig war und nicht entweiht
werden durfte.”
Doch auch innerhalb des Gallien-Exkurses müssen wir uns stets der
Tatsache bewußt sein, daß Caesar kein genaues Bild zeichnen konnte,
da er Feldherr und nicht Ethnologe war, und vermutlich auch nicht wollte. Gerade
in diesem Abschnitt ging es Caesar um eine eindeutige Aussage in seinem Sinne,
gerade hier macht es für ihn Sinn, einige Punkte stärker
hervorzuheben, andere dagegen gar nicht zu erwähnen, um den eigentlich
nicht so großen Unterschied zwischen Galliern und Germanen
hervorzuheben.
Unter Berücksichtigung all dieser Argumente bleibt also festzustellen,
daß Caesars commentarii de bello gallico bei richtigem und vorsichtigem
Umgang einen sehr hohen Wert als Quelle besitzt, besonders innerhalb des
Gallierexkurses.
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