Titel:

Caesar, Gaius Julius: De Bello Gallico VI 11-20 :

Beschreibung:  Um den Gallierexkurs des Bellum Gallicum eingehend zu betrachten, ist es unabdingbar, sich mit einer grundsätzlichen Frage zu beschäftigen: Was wollte Caesar mit dem Bellum Gallicum bewirken und welche Mittel nutzte er dazu?
Autor:Torsten Lorenz
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ISBN: 3506719815   ISBN: 3506719815   ISBN: 3506719815   ISBN: 3506719815 
 
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Caesar, de bello gallico VI 11-20 :


Der Gallierexkurs




I. Einleitung


Um den Gallierexkurs des Bellum Gallicum eingehend zu betrachten, ist es unabdingbar, sich mit einer grundsätzlichen Frage zu beschäftigen: Was wollte Caesar mit dem Bellum Gallicum bewirken und welche Mittel nutzte er dazu? Erst nach einer eingehenden Klärung dieser Frage ist es möglich, auch den Gallierexkurs in seiner Funktion und seiner Wirkung zu verstehen. Deshalb soll ein erster Abschnitt dieser Hausarbeit sich mit dem Bellum Gallicum generell beschäftigen.
In einem zweiten Abschnitt werde ich versuchen, die Absichten Caesars innerhalb des Gallien-Exkurses darzulegen und ihn mit dem Germanen-Exkurs vergleichen. Dieser Vergleich drängt sich meiner Meinung nach nicht nur aufgrund der Stellung innerhalb des Textes geradezu auf, da beide Exkurse auch inhaltlich eine besondere Stellung innerhalb des Bellum Gallicum einnehmen. Im dritten Abschnitt werde ich resümierend den allgemeinen Quellenwert des Bellum Gallicum untersuchen, eine Frage, die bis heute stets sehr unterschiedlich beantwortet worden ist und wohl auch in der Zukunft keine endgültige Antwort erfahren wird.

II. Die Absichten Caesars im Bellum Gallicum


“Es wurde schon früh festgestellt, daß die commentarii de bello gallico vor allem den Zweck verfolgen, dem römischen Volk die Leistungen des Autors als Statthalter (...) vorzustellen.” Die commentarii Caesars sind also keine reine Berichterstattung, es geht Caesar hierbei vielmehr um Darstellung und Profilierung seiner Person im Senat und bei den Adelskreisen in Rom. Für Caesars Ehrgeiz war es unbedingt nötig, sich mittels seiner Statthalterschaft in Gallien für weitere Ämter in Rom zu qualifizieren. Dafür waren die commentarii natürlich ein gutes Mittel. Caesar konnte sich sicher sein, daß seine Schilderungen des Kriegsgeschehens in den wichtigen Kreisen zur Kenntnis genommen wurden.
Immer wieder fällt eine subjektive Darstellung der Gegebenheiten auf, Caesar stellt seine Feinde dar, wie es in sein Gesamtbild des Krieges paßt. Als Beispiel hierzu sei die Darstellung des Ariovist genannt. In BG I führt Caesar diesen als hominem barbarum, iracundum et temerarium ein, der superbe et crudeliter herrscht. Es fällt auf, daß hier schon eine Charakterisierung beginnt, die immer wieder auftaucht und im Gallier- bzw. Germanen-Exkurs am deutlichsten zutage tritt: Die Gallier werden von Caesar stets als zivilisierte Nation dargestellt, von der sich die Germanen durch ihre Grausamkeit deutlich unterscheiden. Und hier mag Caesar zwar einen grundsätzlichen Unterschied durchaus festgestellt haben, jedoch übertreibt er deutlich. Daß der Unterschied nicht so gewaltig gewesen sein kann, erkennt man schon an der Tatsache, daß die Germanen teilweise als keltischste der Kelten, zu denen ja auch die Gallier gehören, dargestellt wurden. Eine solche Darstellung wäre aber nicht im Sinne Caesars gewesen.
  
Julius Caesar: Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates
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Diese Biografie wurde uns freundlicherweise von Torsten Lorenz zur Verfügung gestellt.

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